Safari in Kenia – Honeymoon 2019

Ihr Lieben!

Nachdem es nun ein paar Monate sehr ruhig um mich war, wollte ich das neue Jahr mal mit einem etwas anderen Blogbeitrag einläuten. Im Januar 2019 waren mein Mann und ich auf Hochzeitsreise in Afrika und ich dachte, vielleicht interessiert es ja den ein oder anderen von euch, einen Reisebericht zu lesen. Fall nicht, demnächst kommt auf jeden Fall wieder Rezi-Futter 🙂

Reisebeginn der Safari in Nairobi:

Vielleicht kurz vorab, wir haben diese Reise in unserem Reisebüro des Vertrauens, dem Marner Reisebüro* gebucht. Veranstalter dieser Reise war TUI*. Die Safari nennt sich dort „Best of Kenia“

TAG 1:

Nachdem wir nach großem Hin- und Her in Nairobi gelandet sind und bereits eine Nacht im Meridian Hotel* in Nairobi verbacht haben, wurden wir am nächsten Morgen, den 16. Januar 2019 um 7:30 Uhr von unserem Guide „Frank“ mit unserem Safari-Geländewagen abgeholt. TUI* arbeitet in diesem Fall mit „Pollman´s Tour´s und Safaris“* zusammen. Da wir eine privat-geführte Safari gebucht hatten, wurde uns der Luxus zuteil, dass wir einen 7-Sitzer für uns allein hatten.

Als wir das Gepäck verstaut hatten, ging es direkt los. Unser Ziel an diesem Tag war der Mount Kenia Nationalpark. Der Weg führte uns aus Nariobi hinaus über kleine grüne Dörfer, an dessen Rande die Einwohner ihre selbst angebauten Waren verkauften. Es war einfach beeindruckend zu sehen, wie die Flora sich bereits ein paar Kilometer aus Nairobi hinaus veränderte. Unser Guide sprach super Deutsch und erklärte uns bereitwillig einfach alles, was wir wissen wollten. Nach ca. 280 km Fahrt und 4 Stunden Fahrzeit kamen wir an der Serena Mountain Lodge* an. Nachdem wir uns kurz frisch gemacht und zu Mittag gegessen hatten, stand für uns eine Wanderung durch den Mount Kenia Wald an. Da sich die Logde in 2.195 m befindet und es regnete, bekamen wir coole Regenmäntel, Gummistiefel und einen Wanderstock vom Hotel ausgehändigt. Sodann wanderten wir ca. 1 Stunde durch den Wald. Leider konnten wir keine nennenswerten Tiere beobachten, doch dafür wunderbar riesige alte Bäume. Die Wanderung endete mit einem „Kaffeekränzchen“ mitten im Wald 🙂

Kaffeekränzchen im Mount Kenia Wald 🙂

Zurück in der Logde hatten wir noch etwas Zeit für uns, bevor das Abendessen anstand. Bei der gesamten Safari, hatten wir jeden Tag Frühstück, Mittag- und Abendessen inklusive. Die Serena Mountain Logde* liegt direkt an einem Wasserloch, welches wir von unserem Balkon aus beobachten konnten. Unter der Logde befindet sich ein Tunnel, in welchem man quasi direkt vor den Tieren am Wasserloch steht. Am Abend konnte man im Hotel einen „Weck-Service“ einrichten, bei welchem die Angestellten uns nachts wecken, falls besondere Tiere gesichtet werden. In dem Fall könnte man in den Tunnel gehen und diese nachts beobachten. Da es jedoch geregnet hat, waren nicht viele Tiere am Wasserloch, weil diese auch im Wald genug Flüssigkeit gefunden haben.

Blick vom Balkon unseres Zimmers in der Serena Mountain Logde

TAG 2:

Nach einem reichhaltigen Frühstück heißt es bereits Abschied nehmen vom Mount Kenia. Bereits um 7:00 Uhr fuhren wir los Richtung Sweetwaters. Und wieder war es beeindruckend, wie sich die Landschaft veränderte. Waren um den Mount Kenia herum noch riesige grüne Flächen, fuhren wir nun in die Steppe! Im Sweetwaters Nationalpark angekommen, wurden wir bereits von einer Nashorn-Mutter mit Baby begrüßt. Dieser Anblick war einmalig! Waren es doch für uns die ersten Tiere, die wir in Deutschland nur im Zoo gesehen haben 🙂 Unser Guide hielt kurz darauf an einer kleinen Bucht an. Auf meine Frage, was wir hier nun machen, antwortete er: „Wir stehen direkt auf dem Äquator.“ Und tatsächlich, als wir ausstiegen lief im Boden gelegt ein Holzpfahl, sodass man auf dem Äuqator laufen konnte. Haben wir uns natürlich nicht nehmen lassen 🙂

Einige Zeit später kamen wir am Sweetwaters Serena Camp* an. Die „Zimmer“ waren riesige Zelte, welche einen direkten Blick auf das davor befindliche Wasserloch inne hielten. An diesem Wasserloch tümmelten sich bereits zur Mittagszeit unendlich viele Tiere. Man kann diese Emotionen einfach nicht in Worte fassen. Man steht dort einfach ungläubig und muss sich zwicken, dass man wirklich Tiere, die bei uns nur im Zoo zu sehen sind, in freier Wildbahn erlebt.

Blick aus unserem Zelt

Nach dem Mittag stand für uns sodann das „Lion-Tracking“ an. Wir fuhren mit einer Fahrerin des Hotels und einem Mitarbeiter der „OL Pejeta Conservancy“ durch den Nationalpark. Der Mitarbeiter hielt durch das geöffnete Dach des Safari-Geländewagens eine „Antenne“, mit welcher die getrackten Löwen gesucht werden können.

Lion-Tracking

Die Geräusche kann man sich vorstellen, wie bei einem Metalldetektor 🙂 Nach kurzer Zeit des Fahrens hielten wir sodann direkt vor einem „Baby-Löwen“ an. Wir fuhren noch einige Zeit weiter, konnten zwar einen weiteren Löwen „orten“, aber das Gebiet war einfach zu undurchsichtig, als dass wir ihn gefunden haben.

Am Nachmittag machte unser „Frank“ noch eine weitere Pirschfahrt mit uns, auf welcher wir eine große Horde Nashörner, Elefanten uvm. sehen und fotografieren konnten. Und gaaaanz viele „Pumbas“. Ich wollte sie alle in meinen Koffer packen 🙂 Abends gab es ein riesen Buffett und nach ein paar Drinks zogen wir uns zurück. Wenn man jeden morgen um 5:30 Uhr aufsteht, weiß man, wie wertvoll der Schlaf ist 🙂

Mittagsschlaf 🙂
Suchbild! Bis dato versteckten sie sich 🙂

TAG 3:

Nach dem Frühstück mussten wir diesen wundervollen Ort schon wieder verlassen 😦 Das heutige Tagesziel war der Lake Elementatiata. Auf dem Weg dorthin hielten wir an den „Thomson Waterfalls“, wo wir tolle Aufnahmen machen konnten.

Thomson-Waterfalls

Die Weiterfahrt dauerte insgesamt 4 Stunden und 245 km, dann kamen wir endlich im Lake Elementatiata Serena Camp* an. Ich muss dazu sagen, dass ich nach der Sweetwaters Lodge schon dachte, dass es kaum noch eine Steigerung gibt, aber auch dieses Camp war einfach der Hammer! Auch hier waren die „Hütten“ wieder riesige Zelte mit Wohnräumen und einer Terrasse, welche uns direkt auf den Lake Elemtatiata blicken ließ. Einfach irre. Nach dem Mittagessen ging es für uns weiter zum Lake Nakuru, wo eine atemberaubende Bootsfahrt anstand. Unser Guide Frank ließ uns raus und mit einem Mitarbeiter führten wir die Bootsfahrt durch. Das Wetter war traumhaft und nach einigen Minuten stellte er uns bereits Afrikas gefährlichste Tiere vor. Die Hippos! Er erklärte uns, dass die meisten Menschen dort durch Hippos getötet werden. Der Anblick der Flusspferde war beeindruckend. Soooo niedlich 🙂 Man kann sich kaum vorstellen, dass sie so gefährlich sind. Auch unglaublich viele Vogelarten konnten wir kennenlernen.

Hippos!

Auf dem Rückweg zum Serena Camp* führte Frank mit uns sodann die nächste Pirschfahrt durch. Im Lake Nakuru Nationalpark konnten wir unglaublich viele Tiere sehen. Unter anderem auch Pelikane, Flamingos und tatsächlich unseren ersten Leoparden! Unser Guide war einfach der Wahnsinn. Er konnte uns ALLES Flora und Fauna betreffend erklären. Ein wandelndes Lexikon 🙂 Und alles auf Deutsch! Nach der Rückkehr ins Camp aßen wir zu abend und gingen auch wieder früh schlafen. Diese Eindrücke sind kaum zu verarbeiten.

Blick ins Wageninnere
Flamingos 🙂

TAG 4:

Heute startet der Tag mit einem Frühstück der besonderen Art. Ein Mitarbeiter des Camps brachte uns um 7:15 Uhr zum Lake Elementatiata. Dort erwartete uns ein gedeckter Tisch, ein Koch und ein Kellner. Leute, ich kanns gar nicht erklären….die haben nur für uns beide ein Frückstück nach Wunsch gezaubert. MITTEN AM SEE!!! Das Gefühl war einfach unbeschreiblich toll. Diese Aussicht!!!!

Frühstück am See!

Nach dem Frühstück stand der größte und beschwerlichste Weg der Reise an. Unser Ziel war die sagenumwobene Masai-Mara. Die Fahrtzeit betrug für 320 km ca. 5 Stunden. Wobei dies wirklich nicht das Schlimmste war. Die Hälfte der Strecke mussten wir auf der schlimmsten „Hubbelstraße“ überhaupt zurücklegen 🙂 Ich war schon sehr froh, dass die Safari-Fahrzeuge federnde Sitze haben 🙂 Beim Aussteigen in der Logde, in der wir zu Mittag aßen, hatte ich leicht „Seegang“!

Im Anschluss an das Mittagessen führte unser Weg zur Mara Serena Safari Lodge* uns durch den Nationalpark Masai Mara. Hier war es also quasi schon unsere Pirschfahrt. Und endlich konnte ich auch Giraffen aus der Nähe sehen. Bis dato hatten sie sich noch vor mir „versteckt“ :). Frank zeigte uns die Grenze zu Tansania und gegen späten Nachmittag kamen wir in der Mara Serena Safari Lodge* an. Und nun sollten wir wieder feststellen, dass noch immer eine Steigerung der Unterkunft drin war. Mitten im Nationalpark auf einem Berg befand sich das Hotel. Wobei die „Zimmer“ wieder kleine Hütten waren, von deren Balkon man ca. 100 km in die Masai Mara gucken konnte. Nach dem Abendessen lernten wir die ersten deutschsprachigen Gäste kennen, mit welchen wir noch bis spät abends zusammensaßen und traschten, bevor wir müde in die Federn fielen.

Masai Mara Game Reserve

TAG 5:

Heute hatten wir den ersten Tag ohne festes Programm vor uns. Da wir beschlossen, den ganzen Tag auf Pirschfahrt zu gehen, organisierte Frank, dass wir unser Mittagessen mitnehmen konnten. Bereits um 6:30 Uhr ging es los. Ich wunderte mich noch kurz, dass wir noch kein Frühstück „intus“ hatten, doch Frank winkte nur lachend ab. So fuhren wir zwei Stunden auf Motivsuche, bevor wir an der Mara direkt hielten und ein Masai uns zum Fluss führte. Wieder stockte mir der Atem. Auch hier war der Tisch gedeckt und in einer kleinen Nische bereiteten Köche ein Frühstücksbuffett für uns vor. Wieder ein Frühstück direkt am Fluss, mit Blick auf etliche Hippos! Nachdem wir gestärkt waren, fragte mein Mann den Masai, ob es hier auch Krokodile geben würde, er führte uns ein paar Meter den Fluss entlang und tatsächlich, krass viele und große Krokodile waren dort an Land und im Wasser.

Frühstück an der Mara
Krokodile an Land und im Wasser

Sodann ging es weiter mit der Pirschfahrt. Am Abend zuvor hatte Frank uns gefragt, welche Tiere wir noch sehen wollten. Mein Mann lachte und sagte: „Fehlen ja nur noch die Geparden“. Frank lachte auch und erzählte uns, dass wir sowieso schon viel zu viel Glück gehabt haben und manche Touristen nicht mal ansatzweise die Big Five sehen. Wir dagegen haben wirklich einfach ALLE Tiere gesehen. So fuhren wir stundenlang durch den Nationalpark und genossen einfach nur die Aussicht, die Tiere und den Fahrtwind. Mit einem Mal kam es uns vor, als hätte Frank ein Ziel. Er redete durch seinen Funk, mit dem die Guides untereinander vernetzt sind, und tatsächlich standen wir kurze Zeit später vor einer Gruppe von 5 jungen Geparden, die sich grade sattgegessen hatten 🙂 Und dann dachte ich echt, es ist um mich geschehen. Wie können denn zwei Menschen mitten in Afrika so verdammt viel Glück haben??? Einfach surreal! Wir waren sooo happy. Als wir irgendwann aus dem Staunen herauskamen, suchte Frank uns ein schönes Plätzchen für unser Essen und wir machten ein Picknick der Extra-Klasse. Am Nachmittag machten wir uns auf den Rückweg, schließlich waren wir 100 km gefahren für unsere Geparden. Am Abend aßen wir zusammen und genossen unseren letzten Tag der Safari.

Gepard
Leopard
Löwenherde!
Baby-Löwe 🙂

TAG 6:

An diesem Tag heißt es Abschied nehmen. Die Zeit verging viel zu schnell und gefühlt hätten wir gleich das Ganze nochmal von vorn starten können. Nach dem Frühstück fuhren wir ca. 6 Stunden zurück nach Nairobi, wo wir in einem tollen Restaurant zu Mittag aßen, bevor Frank uns zum Flughafen brachte. Wir waren überwältigt und mussten Frank mit einem lachenden und einem weinenden Auge verlassen. Wir hätten uns keinen besseren Guide vorstellen können. Wir hatten so viel Spaß zusammen und haben uns so sicher gefühlt bei ihm. Er hat uns so viel ermöglicht, was wir uns nie erträumt hätten. Aber da noch eine Woche Badeurlaub in Diani Beach vor uns lag, freuten wir uns auch, die gesammelten Eindrücke in Ruhe zu verarbeiten.

Honeymoon in Diani Beach

Vom 21. Januar 2019 (also dem 6. Tag der Safari) bis 28. Januar 2019 durften wir sodann noch eine Woche entspannen. Wir sind von Nairobi bis Mombasa geflogen und von dort ca. 1 Stunde mit dem Auto nach Diani Beach gefahren. Gebucht haben wir eine Woche all inklusive im Baobab Beach Resort & Spa*. Als wir dort abends ankamen, gab es noch eine Kleinigkeit zu essen und wir durften unsere Suite begutachten. Wir haben extra eine Suite mit Meerblick gebucht und wurden nicht enttäuscht. Die Suite war riesig und einfach nur meeeega toll. Völlig fertig fielen wir abends ins Bett, haben dann aber am nächsten morgen gleich an der „Hotelführung“ teilgenommen. War auch nötig, da die Hotelanlage aus 3 einzelnen Hotels besteht und man wirlich Gefahr läuft, sich zu verlaufen 🙂 Bei dieser Führung haben wir auch gleich unsere „Urlaubs-Familie“ kennengelernt, die uns den Rest der Woche auf „Trabb“ halten sollte 🙂 Wir sind unendlich dankbar diese wunderbaren Menschen kennengelernt zu haben und die Woche „rumchillen“ verging einfach viel zu schnell. Die Hotelanlage, der Strand, das Essen, einfach alles war der Hammer! Wir hatten einfach gaaar nichts zu bemängeln und würden sofort wieder buchen.

Pool des Baobab-Hotels
Strand vor dem Baobab-Hotel
La Familia

FAZIT:

Wir würden einfach ALLES wieder sofort genauso machen! Hätten wir das Geld, würden wir jedes verdammte Jahr wieder nach Afrika fliegen! Das Land, die Mentalität, die Menschen, das Essen, einfach alles war ein Traum! Wir sind nun überzeugte Afrika-Fans und können es jedem nur ans Herz legen. Lernt das Land kennen und lieben! Wir jedenfalls tun es leidenschaftlich!

Ich hoffe, euch hat dieser ausführliche Bericht und die Fotos gefallen. Lasst mir doch gern ein Feedback da.

Küsschen Tante Käthe

*Diese Verlinkungen kennzeichne ich gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung, die unbezahlt ist und nur für euch als Anregung dienen soll

Ein Gedanke zu “Safari in Kenia – Honeymoon 2019

  1. Marion Schönfeld

    Toll geschrieben 👍 habe es direkt verschlungen. Freut mich, dass ihr schöne Flitterwochen hattet. Muss der absolute Traum gewesen sein.

    Lg von Marion von den ReFaWi Kiel

    Liken

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